Arbeit…

Das Telefon klingelt. Es ist 3 Uhr. Nachmittags natürlich! Dennoch, es weckt mich. Mein Nebenjob… Naja einen Nachteil hat das ganze „Geschufte“ bei der Polizei: Ich hab sehr unregelmäßige Arbeitszeiten. Nichts desto trotz mach ich mich auf die Socken zum Revier. Mein Mp3-Player spuckt mir „00-Schneider“ ins Ohr.

Ja, denk ich mir, so willst du auch sein, wie der Komissar Schneider. „Der Komissar Scheider ist gu-u-ut“ , dudel ich vor mich hin. Nach 5 Min. Fussweg bin ich schließlich da. Ich zieh mir die strengen Polizeisachen an und beschimpfe einen Mitarbeiter. Er hat nichts verbrochen. Nur mal so, einfach um zu sehn wie das so ist. Natürlich auch um zu üben! Denn ich will ja im Gesammtbild eine sehr gute Arbeit abliefern. Es geht los. Ich renne 2 Polizisten nach. Sie sagen nur etwas von:“Gut das Sie da sind, wir müssen los.“ Ich weiß überhaupt nicht was los ist. Kurze Zeit später sitzen wir im Polizeiauto und düsen mit Blaulicht durch das nächtliche, ach nein, das nachmittägliche Berlin. Ich versuche irgendwas schlaues zu sagen: „Andere Leute trinken um diese Zeit Kaffee.“ Naja das war nich soo intelligent. Ich ärgere mich noch, da geht der Fahrer schon voll in die Eisen. Ich stoße hart gegen den Sitz des Beifahrers, denn ich bin nicht angeschnallt. Als der Wagen zum Stehen kommt erkenne ich, dass wir an einem Coffee-to-go Stand stehen. Die beiden Streifenpolizisten sind plötzlich total ruhig, als hätten sie nur darauf gewartet, dass ein Vorgesetzter eine solche Pause erlaubt. Ich trinke mit ihnen Kaffee. Dazu gibt es Kuchen. In dem Laden sind viele kleine Bistrotische. Wir sind die einzigen Gäste, denn wir haben unseren Wagen mit Blaulicht im Drive-Inn stehen lassen und haben die Eingangstüren mit Polizeiklebeband abgeklebt.

Irgendwann, nach 2 oder 3 Stunden fällt mir der Einsatz wieder ein. „Oh man“ denk ich mir. Jetzt bist du den Job los.

Ich schnauze meine beiden Gehilfen kurz an, so wie ich es geübt habe, und dann rasen wir mit einem Affenzahn zum Revier zurück.

„Krawumm!!“

Wir haben jemanden überfahren! In Gedanken hab ich jetzt schon völlig mit dem Job abgeschlossen und steige gar nicht erst aus. Die beiden Streifenpolizisten steigen aus und begutachten das Opfer. Ein Mann mittleren Alters, schwarze Haare, mittelgroß, unauffällig gekleidet. Er scheint nur leicht verletzt. Die beiden reden lange. Nach 20 Minuten Gespräch mit dem Getroffenen reichts mir. Ich steige aus, brülle kurz rum(das macht mir schon richtig Spass) und gebe dann Anweisung den Mann einfach festzunehmen damit es endlich weitergeht. Die Handschellen klicken und weiter geht die rasante Fahrt.

Als wir zurück sind stellt sich glücklicherweise heraus, dass wir den Täter angefahren haben, denn wir stellen sollten. Er hat einen Juwelier überfallen und 500g Diamanten geschluckt. Das viele Lob vom Chef nervte mich und ich machte mich auf zu gehen. Ich gab dem Täter noch starke Abführmittel und war dann pünktlich zum Abendbrot zuhause.

Was für ein Tag!

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