Experimente und Arbeitsweise

Seit dem letzten Artikel ist einige Zeit vergangen und ich experimentiere viel mit Effekten und zusätzlichen Geräten und Instrumenten. Das heißt eigentlich nur: mehr als Piano und Rhodes. Gute Dienste leistet mir dabei mein Yamaha S90ES für eigentlich alle Sounds von Pianos über Rhodes, Wurlitzer oder verschiedene Orgeln.

yamaha290es

Dazu kommen die unendlichen Möglichkeiten immer neuer Sounds, die mir mein microKORG bietet. Ich habe viel damit herumgespielt und probiert. Theoretisch könnte man mehrere Songs, ja ganze Alben  nur damit aufnehmen!

So sieht das Schätzchen aus:

microkorg

Hier auf dem Bild allerdings ohne das Schwanenhals Micro für den Vocoder(das Micro ist aber es nicht so klasse). Als erstes kleines Schnipselchen Musik habe ich mal einige Minuten auf beiden Instrumenten improvisiert und das ist das Ergebnis:

Through Berlin – Soundscape I

Ich wünsche viel Inspiration beim Anhören und werde mein „Team“ noch in diesem Monat mit einem Röhrenpreamp erweitern.

Nach einigem Umschauen und vor allem Umhören kam mir der „Suitcase Piano Preamp“ von Privatschmiede Reußenzehn in den Sinn, doch leider zeigte sich der Herr Reußenzehn etwas kundenunfreundlich. Das Gerät kostet mehr als 400€, doch er gibt keinerlei Garantie und kein Rückgaberecht.

Aus diesem Grund habe ich nach einer Alternative gesucht. In erster Linie ging es darum einen ordentlichen Röhrensound zu bekommen und entsprechende Verzerrung. Der Markt ist in diesem Bereich, wenn man kein Gitarreneffekt möchte, sehr klein und es gibt nur zwei weitere Produkte:

Einerseits den „TRamp“ Preamp von Taste und Technik. Dieser wird auch in Handarbeit hergestellt, aber in sehr geringer Stückzahl und die Warteliste für 2013 war schon letztes Jahr voll…

Ein weiteres Produkt klang sehr vielversprechend und das Baby ist es jetzt auch geworden! Der OrganDrive von einer kleinen Sound-Werkstatt hier aus Berlin. Die beiden Röhren ECC83 und 12AX7 sorgen bei den von mir geliebten Rhodessounds aller Arten für wunderbar weiche, bis knallharte Verzerrung. Zudem lässt sich diese sehr präzise regeln und auch der clean Sound ist einfach Sahne!

organ-drive_2

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Freejazz

Heute will ich mal einem Thema widmen, das vor längerer Zeit schon von Lesern angefragt wurde. Ich selbst habe im Freejazz noch keine nennenswerten Erfahrungen und verlasse mich deshalb auf Beispiele und Erfahrungen anderer.

Also gleich einmal ein kleines Video das uns zeigen soll worüber genau wir eigentlich sprechen:

Naima, gespielt vom John Coltrane Quartett im Jahr 1965.

Ganz deutlich hört man hier das Überschreiten harmonischer Grenzen und (weniger) rhythmischer Sequenzen. Das ist es jedoch, was für den Free Jazz so charakteristisch ist:

Freiheit.

In diesem Sinn entstand die Musik auch. Es ist eine frei improvisierte Musik, jenseits aller Grenzen. Zumindest kann sie das sein. Meist jedoch gibt es natürlich gewissen Absprachen besonders hinsichtlich der musikalischen Form oder Grundgefühlen einzelner Teile.

Ein interessanter Blog, der auch viele Neuerscheinungen rezensiert, ist hier zu finden.

In den 1960er Jahren entstanden, spielten ihn afroamerikanische Musiker auch als Ausdruck des Strebens nach Gleichberechtigung. Großen Publikumserfolg errang frei improvisierter Jazz nie, da er für den Zuhörer nicht eingängig und melodisch klingt.

Das Erleben der freien Improvisation als Musiker jedoch ist sehr anregend.

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern die Möglichkeit und den Mut es mit Freunden einmal selbst auszuprobieren!

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(Quelle: http://de.toonpool.com/cartoons/Free%20Jazz_2827)

Leben: Galerie der Menschlichkeit

Ich möchte die Gelegenheit nutzen und alle Leser ganz herzlich zu einer Theaterveranstaltung der besonderen Art einladen:

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Dabei handelt es sich um ein Projekt des Kulturvereins Kunstplatte aus Stendal in Kooperation mit dem Theater der Altmark. 5 Musiker(ja ich bin ach dabei) und 5 Tänzer gestalten gemeinsam ein improvisiertes Stück. Dem Zuschauer werden dabei auf unterschiedlichste Art und Weise Stationen des Lebens musikalisch und tänzerisch umgesetzt.

Durch eine zusätzliche Erzählerfigur erhält das Stück die besondere Tiefe. Dieser bringt sich immer wieder mit ein und gibt allem so einen übergeordneten Sinn.

Liebe, Zweifel, Entwicklungen und Veränderungen die in jedem Leben vorkommen warten auf den Besucher.

lebeninaktion

Die Premiere findet am 9.11.2010 statt und findet im Rahmen des Impuls-Festivals statt.

Wie immer freue ich mich über Kommentare, Anregungen und Nachfragen!