Entdeckung des Jahres

Liebe Freunde der eher unbekannten nicht Mainstream Musik.

Ich habe vor einigen Tagen zwei ganz besonders gute”Bands” entdeckt. Bands in “”, da eine davon nur aus einer Person besteht.

Ich bitte um Verzeihung das ich darüber noch nicht mehr bringen kann als auch überall sonst im Netz zu lesen wäre aber entgegen meiner Gewohnheit gut recherchierte Inhalte zu liefern muss ich diesmal einfach nur meine Eindrücke verarbeiten.

Es handelt sich dabei um die Band CAKE und den norwegischen Musiker Jarle Bernhoft. Beide habe ich zum ersten und bisher einzigen Mal im “One Shot Not” auf Arte gesehen und bin noch immer in ihrem Zauber gebannt!

Ich beginne einfach mal mit Bernhoft:

Ich finde das einfach wunderbar. Denn durch das Loopen erschafft er live ein einzigartiges Erlebnis für den Moment. Für mich auch ein absoluter Hit seine Version des Klassikers Shout:

So viel erstmal zum Jarle.

Außerdem habe ich von Cake gesprochen. Bekannt ist dem ein oder anderen vielleicht die Coverversion von I will survive der Band:

Richtig cool ist daran ist meiner Meinung die einzigartige Bassline!

Ansonsten bietet Cake zumindest für mich sehr ehrlichen Rock mit dem gewissen Etwas.

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The Wall 2011

Ich habe lange darauf hin gefiebert und am 16.06. war es dann auch endlich so weit!

Roger Waters führte sein monumentales Werk nochmal auf und machte natürlich auch Station in Berlin. Die O2 World an der Oberbaumbrücke war erwartungsgemäß bis auf den letzten Platz ausverkauft.

Schon vor der Arena wurde in gewissem Maß klar, dass es sich um eine Bühnenshow der Superlative handeln wird. Auf den Parkplätzen an der Arena standen etwa 8 Lkw einer englischen Transportfirma. Nach kurzem Kampf durch den überfüllten Eingangsbereich und etwa eine Millionen Merchandise Shops konnte der interessierte Fan auch noch einen Blick auf den weiteren Fuhrpark werfen.

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Von einigen dieser Busse abgesehen stellte Mercedes den VIP Shuttle Service.

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In der Arena angekommen fiel mir zuerst die Mauer auf, natürlich, und die viele Technik an der Decke.

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Auf diesem zugegebener Maßen schlechten Foto lässt sich der große Aufbau an der Decke erkennen.

Ich war auf die super Musik und eine großartige Show vorbereitet wurde aber dennoch überrascht, denn Waters hat das Programm angepasst, verbessert und aktuell auf die heutige Zeit angewendet.

Thematisch wurde auf aktuelle Probleme angespielt wie zum Beispiel auf den Krieg im Irak. Im Zusammenhang damit gab es in der Pause auch eine Projektion mit Daten von in aktuellen Kriegen gestorbenen.

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Hier oben der Beginn der Pause. Text:

“I would like to thank all of you who

have sent in fotos of failen loved one –

We will remember them.

– Roger”

Danach waren dann alle paar Minuten eine “neue” Mauer voller Gefallener zu sehen.

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Impressionen aus der Show:

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Hier oben auf dem Bild kann man schon den Effektreichtum erkennen und besonders die Projektionstechnik auf der Mauer.

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Auch die überdimensionalen Puppen waren natürlich mit vor Ort.

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Hier oben ist die Mauer komplett(nach der Pause) als Projektionsfläche für die Show eingesetzt. Links fliegt ein Schwein, dass in etwa einer halben Stunde alle Zuschauerränge umkreiste und überflog. Sehr cool.

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Das Schwein mitten über dem Parkett und leicht rechts davon die ziemlich riesige Technikzentrale.

 

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Die marschierenden Hämmer, ein bekanntes Bild für alle Fans.

Und noch kurz der offizielle Zusammenschnitt.

Ich persönlich wurde begeistert durch Rogers Show und kann sie nur jedem der die Chance hat empfehlen. Ich denke das sieht man nicht alle Tage oder vielleicht nur einmal im Leben.

Hier kann man übrigens den Film sehen, der eigentlich Ausgangspunkt für das Album selbst war:

The Wall

Außerdem die meiner Meinung nach beste deutschsprachige Website zum Thema Pink Floyd/Roger Waters:

Bruder Franziskus

Und zu guter letzt noch die offizielle Website der aktuellen The Wall Tour und eine The Wall Analyse

Rock jazz

Heute möchte ich allen Lesern mal einen Eindruck vom oben Genannten geben, dem von mir sehr geliebten Rock jazz. Auch gern Fusion genannt.

Hier gleich mal was zum anfühlen:

Jeremy & The Satyrs gehörten zu den Ersten die heute zum Fusion gezählt werden. Wenn man es anhört bemerkt man, dass große Einflüsse vom Blues stammen und eher ein Blues mit jazziger Improvisation und Rockpattern vermischt wurde. Die Zeit der Aufnahme ist mir nicht bekannt, könnte jedoch vom 1968er Album sein. Wahrscheinlich ist der Song aber schon einige Jahre vorher entstanden.

Ja so wurde der Rock jazz geboren.

Öffentlich wirklich bekannt und vor Allem anerkannt wurde der Fusion mit Miles Davis Album “In an silent Way”, hier in einer Aufnahme von 1988 in Stuttgart.

Berühmt war besonders Mitte der 70er das Album “Headhunters” von Herbie Hancock. Den Titel Chameleon kennt fast jeder denke ich. Hier aus dem Jahr 2006:

Die Musik lässt sich ja aber nie genau festnageln und so muss ich sagen, für mich geht das schon sehr deutlich in Richtung Funk.

Eine Band sei noch erwähnt, da sie auch sehr erfolgreich war zu der Zeit:

Weather Report, hier in einer Aufnahme aus Offenbach 1978. Am Bass der legendäre Jaco Pastorius!

Zum Abschluss sei noch erwähnt, dass mit Ende der 70er und besonders in den 80ern leider einiger Musiker etwas abflachten, man passte sich dem aufkommenden Pop an(was für ein fataler Fehler^^) und aus der öffentlichen Nachfrage verschwand leider viel gute Musik. Aber für den Nach-hause-Weg noch was “aktuelles”:

Pink Floyd

Beyond the horizon of the place we lived when we were young
In a world of magnets and miracles
Our thoughts strayed constantly and without boundary
The ringing of the division bell had begun

Along the Long Road and on down the Causeway
Do they still meet there by the Cut

There was a ragged band that followed in our footsteps
Running before time took our dreams away
Leaving the myriad small creatures trying to tie us to the ground
To a life consumed by slow decay

The grass was greener
The light was brighter
With friends surrounded
The nights of wonder . . .

pink-floyd-the-division-bell

Der Text entstammt dem Song “High Hopes” aus dem Album The Division Bell aus dem Jahr 1994. Ich habe ihn in den Artikel  aufgenommen, da die Texte bei Pink Floyd eine wichtige Rolle spielen. In all den Alben der Band sind die Texte mit tiefem Sinn erfüllt und nicht selten auch gesellschaftskritisch. Dabei fällt mir spontan das Album Animal ein. Ja, ich denke es ist ein gutes Beispiel.

Gleich zu Beginn möchte ich auch nicht vergessen eine sehr gute Seite rund um Pink Floyd zu empfehlen. Dabei handelt es sich um eine sehr gute deutsche Fanseite mit vielem rund um die Band.

www.bruder-franziskus.de/pinkfloyd

Doch zurück zum Thema: Ich liebe Pink Floyd seit ich vor einigen Jahren mal in das Album Dark Side of the Moon rein hören durfte. Es ist ein wunderbares Werk für mich, dass man ausnahmslos komplett hören sollte. Eine komplette Playlist findet sich auf YouTube nicht, man findet aber alle Songs des Albums als Einzelstücke.

Die Musik von Pink Floyd war besonders in den frühen Jahren von 1964 bis 1968 psychedelisch geprägt, was besonders durch den damaligen Sänger und Gitarristen der Band Syd Barrett angeregt wurde. In dieser Zeit schrieb er auch die meisten der Songs.

1968 wurde er dann durch David Gilmour ersetzt. Der sollte ihn vorerst nur bei den Live Auftritten unterstützen, da Barretts extremer Drogenkonsum ihn dabei einschränkte. Im März ‘68 beschloss die Band aber schließlich ihn ganz zu ersetzen.

Mit dem Wechsel der Besetzung änderte sich auch der Sound maßgeblich. Die Songs wurden nun zum allergrößten Teil von Gilmour und dem Bassisten Roger Waters geschrieben.

Mit den weiteren Veröffentlichungen wurde Pink Floyd schließlich Anfang der ‘70 Jahre wirklich berühmt und zwar im Sinne von weltweit bekannt, gespielt und anerkannt.

Bis 1980 wurde der Einfluss Waters immer größer und er schrieb schon ab 1973 alle Texte der Band, während Gilmour noch immer einen Großteil der Musik bereitstellte. Der Einfluss Roger Waters und sein Anteil an der Musik nahm dann aber bis Mitte der ‘80er weiter zu.

Dark Side of the Moon_dark_side

Zwischen 1970 und 1980 war Pink Floyd auch kommerziell extrem erfolgreich. Das Album Dark Side of the Moon war beispielsweise von 1973 bis 1988 740 Wochen in den amerikanischen Billboard Charts, was einen bis heute ungeschlagenen Rekord bedeutet. Für das Nachfolgealbum Wish you where here lagen allein 1975 allein in GB 250.000 Vorbestellungen vor.

Das letzte wirklich große Werk war ganz sicher The Wall aus dem Jahr 1979.  The Wall ist auch ein wunderbares Beispiel für die legendären Auftritte der Band. Denn Pink Floyd war die erste Band, die ihre Live Auftritte mit einer großangelegten Bühnenshow versah. Sie projizierten beispielsweise oft einen Film auf eine runde Leinwand, die über der Band schwebte. Die Filme wurden extra passend zu den einzelnen Songs produziert. Dazu kommen Lichteffekte, Lasershows und einige Male auch das Abfeuern von großen Kanonen. Letzteres hat der Band sogar einmal ein lebenslages Hausverbot in einer Konzerthalle eingebracht.

thewall_PF

Neben den legendären Shows ist auch der Einsatz von Technik in der Musik selbst eine Besonderheit Pink Floyds.  Als eine der ersten Bands setzten sie Synthesizer ein, erzeugten Loops in ihren Songs oder projizierten bei Live Konzerten mit Hilfe einer besonderen Technik den Sound “hinter” die Zuschauer.

Der Einfluss Pink Floyds auf unsere heutige Musik, auf die verwendete Technik und die Art und Weise wie Live Konzerte ablaufen, ist sehr groß. Sie haben also in wirklich vielen Bereichen Maßstäbe gesetzt.

Also ich empfehle jedem sich einmal eines der Alben anzuhören, denn wer einmal “Another brick in the wall (part 2)” im Radio gehört hat, ahnt sicher nichts von der Genialität dieser Band!