Chick Corea – eine lebende Legende

Aus aktuellem Anlass(ich arbeite an 2 Stücken des guten Mann) soll heute Chick Corea hier im Mittelpunkt stehen. Zu Beginn eine kleine Einstimmung mit den Childrens Songs:

Wie oben zu lesen Gabriela Montero mit einer wie ich finde sehr guten Aufnahme und Interpretation der Stücke.

Chick Corea wurde 1941 in den USA geboren. Seine Eltern führten ihn früh an die Musik heran. Seine ersten größeren Auftritte hatte er dann mit dem Saxophonisten und Bandleader Cab Calloway.

1968 nahm Corea Herbie Hancocks Platz in der Band von Miles Davis ein, womit er unumstritten schon zu den größten gehört.

Wo ich gerade davon sprach, dass er Herbie Hancock ablöste:

Also zurück zum Thema:

1971 dann verließ er die Band und gründete Return to Forever. Nun widmete er sich ganz dem völlig neuen Rockjazz(oder Fusion) und gestaltete diesen entscheidend mit.

800px-Return_to_Forever_1976

In der Arbeit mit dieser Band veröffentlichte Corea auch sein wohl bekanntestes Stück:

Spain erklingt hier in Originalbesetzung und authentisch im Sound von 1972 allerdings ist das Stück nicht komplett. Ich habe mich dennoch für diese Aufnahme entschieden, da sie Seltenheitswert besitzt.

Ab 1978 arbeitete Chick Corea in wechselnden Besetzungen oder im als Solist. Die Band Return to Forever vereinigte sich aber 2008 erneut!

Seit den 80er Jahren ist Corea auch als klassischer Pianist anerkannt und erfolgreich.

Auch seine Electric Band ist, die in den 80er Jahren aktiv war ist heute wiedervereint und Chick Corea ist noch auf Tour! Hier der aktuelle Plan.

Für alle, die jetzt Interesse gewonnen haben hier noch ein handverlesener Leckerbissen:

 

Irgendjemand hat zusammenhangslos Bilder dazu gewählt, ähm naja.

Wegschauen und Hinhören!

Rock jazz

Heute möchte ich allen Lesern mal einen Eindruck vom oben Genannten geben, dem von mir sehr geliebten Rock jazz. Auch gern Fusion genannt.

Hier gleich mal was zum anfühlen:

Jeremy & The Satyrs gehörten zu den Ersten die heute zum Fusion gezählt werden. Wenn man es anhört bemerkt man, dass große Einflüsse vom Blues stammen und eher ein Blues mit jazziger Improvisation und Rockpattern vermischt wurde. Die Zeit der Aufnahme ist mir nicht bekannt, könnte jedoch vom 1968er Album sein. Wahrscheinlich ist der Song aber schon einige Jahre vorher entstanden.

Ja so wurde der Rock jazz geboren.

Öffentlich wirklich bekannt und vor Allem anerkannt wurde der Fusion mit Miles Davis Album “In an silent Way”, hier in einer Aufnahme von 1988 in Stuttgart.

Berühmt war besonders Mitte der 70er das Album “Headhunters” von Herbie Hancock. Den Titel Chameleon kennt fast jeder denke ich. Hier aus dem Jahr 2006:

Die Musik lässt sich ja aber nie genau festnageln und so muss ich sagen, für mich geht das schon sehr deutlich in Richtung Funk.

Eine Band sei noch erwähnt, da sie auch sehr erfolgreich war zu der Zeit:

Weather Report, hier in einer Aufnahme aus Offenbach 1978. Am Bass der legendäre Jaco Pastorius!

Zum Abschluss sei noch erwähnt, dass mit Ende der 70er und besonders in den 80ern leider einiger Musiker etwas abflachten, man passte sich dem aufkommenden Pop an(was für ein fataler Fehler^^) und aus der öffentlichen Nachfrage verschwand leider viel gute Musik. Aber für den Nach-hause-Weg noch was “aktuelles”:

eine lebende Legende…

Im zweiten Teil der Reihe soll nun Herbie Hancock im Mittelpunkt stehen.

Er wurde früh musikalisch gefördert durch seine Eltern. Mit 7 Jahren bekam er sein erstes Klavier und begann eine klassische Ausbildung. Dies zeigte schon seine Begabung für Musik, denn 1952 trat er mit nur 11 Jahren gemeinsam mit dem Chicago Symphony Orchestra auf. Er spielte Mozarts 5. Klavierkonzert in D-Dur. Schon 10 Jahre später spielte er beim legendären Label “Blue Note” sein erstes Album ein. In den Jahren danach spielte er mit Donald Byrd, Miles Davis, Freddie Hubbard, George Coleman, Jaco Pastorius und vielen anderen.

Das Besondere ist, dass Herbie Hancock immer neue Wege fand, den Jazz weiterzuentwickeln und daher den Namen Chameleon bekam. Er gehörte zu den ersten Musikern, die das Fender Rhodes nutzten und mit Synthesizern arbeiteten. Unbedingt empfehlenswert sind: Watermelon Man, Cantaloupe Island und Mayden Voyage. Allesamt Titel, die man sich auf YouTube anhören kann.

album-sunlight_hancock

Herbie Hancock 1978

12_4_wdr3-jazz_hancock_70jahre

Herbie am 12.4.2010, seinem 70. Geburtstag