Pop must die

Solande es Musik gibt, passen sich die Künstler dem Geschmack der Zuhörer an. Ganz klar, denn zu jeder Zeit brachte das Vorteile. Eine größere Populatität oder mehr Einnahmen, oft genug beides. Wenn in den 60er Jahren ungehobelte Blues- und Soulmelodien eingängig gestaltet wurden und vieles an Geschmack der Masse angepasst wurde ist das für mich noch verständlich. Damals war es gerade für schwarze Künstler und ihre Musik ja nicht einfach den Mainstream überhaupt zu erreichen. Ich habe aber das Gefühl, dass dieses Vereinfachen, Glattbügeln und massentauglich machen heute ein beängstigendes Ausmaß erreicht hat. Mir scheint heute Massentauglichkeit und damit Profit über alles zu gehen. Musik wird, zumindest im gleichnamigen Business, nicht mehr gemacht, sondern hergestellt. Ein Song wird nicht gesungen weil der Künstler eine Botschaft rüberbringen will, nein, weil er Geld verdienen will. Dementsprechend sind ja teilweise auch die Texte gestaltet.

Natürlich kann man nicht alles über einen Kamm scheren und das ist auch nur mein persönlicher Eindruck. Es ist ja auch nicht so, dass es keine gute Musik mehr gäbe. Im Gegenteil es gibt wunderbare Bands, Künstler und Songs. Aber gerade im Bereich der sogenannten „Stars“ herrscht meiner Meinung nach zu 75% ein Mainstream der voll auf Mode, Show und Boulevard setzt und ganz wenig Platz lässt für Musik, Texte und Inhalte.

Eine der wenigen Ausnahmen in den aktuellen Charts für mich: Adele.

Eine musikalische Woche wünscht Jazzbob.

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